Frankreich (Lot) Oktober 2009



Wie letztes Jahr ging es ende September mal wieder ins Lot. Die Anzahl der zu betauchenden Hoehlen sollte diesmal deutlich knapper ausfallen, die Verweildauer jedoch wurde etwas erhoet. Die Ziele die wir uns diesmal setzten war relativ einfach.
In der Emergence du Ressel wollten wir zum einen etwas weiter als letztes mal reinschaun und zum anderen den Schacht an der Auftauchstelle erklettern.
In der Resurgence de Cabouy war ein Tauchgang mit laengerer Grundzeit geplant.




Los geht alles wie immer mit dem Verladen. Wie auch die letzten male leistete der Anhaenger beste Dienste. Diesmal waren dabei:
2 Doppel 20
3 Doppel 12
21 Stages
und ca. 7 Argon Flaschen


Zum fuellen kam mal wieder der mobile Kompressor und ein paar Speicherflaschen mit.

Unter gekommen sind wir dieses Jahr in einem kleinen Ferienhaus. Eine Moeglichkeit die Tauchsachen ordentlich aufzuhaengen und zu trocknen ist doch sehr viel Wert.

Am ersten Tag ging es auch gleich in die Ressel. Auf den Ruecken kam eine Doppel 20.

Sonst gab es noch 6 Stages und einen Heiztank fuer jeden.

Hier Markus nach dem Tauchgang beim aufraeumen der Ausruestung. Hoehlentauchen ist doch etwas Ausruestungs intensiver... Unterwegs waren wir ca. 3.5 Stunden und sind 750 Meter weit in der Hoehle gekommen.

Am naechsten Tag ging es erst mal ans fuellen. Die Doppel 20 Geraete wurden einfach getoppt, die Stages wurden mit dem passenden Gas fuer den Tauchgang in der Cabouy gefuellt.


Hier sieht man die Pou Meysen die etwa 900 Meter von der Cabouy Teil der selben Hoehle ist. Wir nutzten diesen Einbruch der Hoehlendecke um Flaschen fuer einen laengeren Tauchgang von der Cabouy aus zu deponieren.


Oft ist der schnellste Weg der Direkte, so haben wir die zu deponierenden Flaschen einfach ueber eine Wiese, ein paar Felsen und einen kleinen Abhang zur Pou Meysen gebracht.

Erst wurden alle Flaschen zum Fels gebracht wovon sie nach unten gereicht wurden.

Von da aus ging es dann weiter zum Hoehleneingang.

Am Hoehleneingang wurden die Flaschen mit Automaten versehen und dann in der Hoehle versenkt.

Eigentlich war gedacht noch die Tauchausruestung zu holen um die Flaschen tiefer in der Hoehle zu deponieren. Da aber keiner von uns Lust hatte hielt sich Carsten ganz und gar an den Kodex "Nimm nur mit was du wirklich benoetigst".

Ja und so ging es kurz den Eingang hinunter um die Flaschen abzulegen.



Am naechsten Tag ging es dann zur Cabouy. Zu den schon abgelegten 4 Flaschen pro Nase kamen nochmal 6, ein Heiztank, und das Doppel 20 Geraet.

Carsten beim verraeumen einer Stage.

Ein Flaschendepot mit Heiztank und was zu trinken. Gut zu sehen ist auch der Unterschied zwischen leern und vollen Flaschen.

Irgendwo auf dem Bild hat sich Markus versteckt. Mit so viel Material wird man deutlich langsamer.

Carsten auf Deko mit dem 21 Meter Gas.


Ein Haufen Ausruestung nach einem Tauchgang von ca. 6.5 Stunden.

Beim Heimweg war es schon dunkel, aber Zeit fuer dieses Bild musste einfach sein. Danach ging es erst mal gut essen.

Den naechsten Tag gingen wir etwas langsamer an und entschieden uns fuer die Truffe als kleines Schmankerl. Immer wieder erstaunlich welche Schoenheit sich hinter diesem Loch verbirgt.

Dieses Bild gibt einen netten Eindruck des ersten Teils der Hoehle.

Eine abgelegte Flasche in Sumpf zwei.

Und hier der Taucher der zur Flasche gehoert.


Hier ein paar Eindruecke die den 2. Teil der Hoehle wiederspiegeln.

Sumpf 2 durchtaucht konnten wir gar nicht anders als noch weiter zu schaun. Die Ausreustung bis zu Sumpf 3 zu tragen war aber dann doch etwas zu viel :-)



Und so ging es wieder zurueck...

Nach dem Flower-Diving in der Truffe ging es nochmal zur Ressel um die Auftauchstelle nach ca. 250m zu erkunden.

Nach dem ablegen und sichern der Doppelpacks wurde die noch unerforschte Nordseite des Schachts erklettert.

In ca. 15m Hoehe wurde ein Gangfortsatz mit ca. 30m Laenge entdeckt.

Das Ende stellte eine unschlufbare Passage dar.

Der Gangverlauf war duch einzelne Stalaktiten geschmueckt.

Nach ca. 8 Stunden lies uns die erste Ladung Karbid im Stich.


Mit der Erkundung des Trockenbreichs der Ressel endete eine schoene Tauchwoche die leider noch mit intensiver Ausruestungspflege verbunden war.

Folgend noch die Profile des Ressel und des Cabouy TGs:
Ressel:

Cabouy: